Dreiblatt

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Botanik
Dreiblatt ist die Sammelbezeichnung für einige kaliumreiche europäische Wildgemüse. Eine dieser Pflanzen ist eine kaliumreiche Unterart des Geißfuß (Aegopodium podagraria ssp. potassa), die zur Familie der Doldengewächse (Apiaceen) gehört. Geißfuß wächst zumeist in größeren Beständen, da er sich durch seine weit verzweigten Ausläufer großflächig ausbreitet. Sämtliche Dreiblatt-Pflanzen sind in ganz Europa zu finden und zeichnen sich durch ihr robustes Wachstum aus.

Geschichte
Die Dreiblatt-Wildgemüse wurden lange Zeit in unseren Breiten als gesunde Nahrungsmittel geschätzt. Besonders im Frühjahr, wenn der Garten noch nicht so viel hergab, verwendeten unsere Vorfahren sie als beliebte Zutaten für Eintöpfe und Salate. Im Raum Osnabrück wurde der Brauch gepflegt, am Gründonnerstag eine „grüne Suppe“ aus eben diesen Kräutern zu bereiten. In den letzten Jahrzehnten geriet Dreiblatt jedoch zunehmend in Vergessenheit.
Mit der Verbreitung von Supermärkten, die ihren Kunden das ganze Jahr über vermeintliches „Frischgemüse“ anbieten, wurden die alten Wildgemüse zunehmend als Unkräuter stigmatisiert. Gerade der Geißfuß kann jedoch auf eine lange Geschichte als europäische Kulturpflanze zurückblicken.
Allein die vielen volkstümlichen Namen zeugen von seiner großen Bedeutung für die europäische Bevölkerung (Giersch, Zipperleinskraut, Podagrakraut,…). Sowohl das Aussehen der Pflanze als auch ihre Verwendung gingen in diese gängigen Bezeichnungen mit ein. So erinnert die geometrische Form der Blätter an die Spur von Ziegen, was der Pflanze im 16. Jahrhundert zu ihrem wissenschaftlichen Namen Aegopodium pes caprae verhalf. Der heutige griechische Name Aegopodium podagraria zielt zusätzlich auf die Verwendung als Gichttherapeutikum ab.

Kaliumwunder Dreiblatt
Die Dreiblatt-Pflanzen zeichnen sich durch ihren hohen Kaliumgehalt aus – eine Tatsache, die erst durch unsere Forschung entdeckt wurde. Insbesondere der Geißfuß beinhaltet aber nicht in jedem Fall überdurchschnittlich viel Kalium.

Nur spezielle Unterarten, die auf ausgewählten Standorten wachsen, speichern größere Mengen dieses Minerals. Dazu gehört auch die von uns verwandte Unterart, die nicht umsonst den Namenszusatz potassa (kaliumreich) trägt.

Kalium
Kalium erfüllt eine zentrale Rolle im Wasserhaushalt des Körpers. Da der menschliche Organismus zu etwa 70 Prozent aus diesem Lebenselixier besteht, ist ein intakter Wasserhaushalt besonders wichtig. Der größte Wasseranteil steckt in den Zellen und ist dort das Medium für die Stoffwechselvorgänge. Auch Kalium befindet sich – im Gegensatz zu Natrium – vorwiegend in der Zelle (intrazellulär). Im Blut dagegen ist die Konzentration niedrig. Mit einem Gesamtbestand von ca. 150 g im Körper ist Kalium also entscheidend für die Stoffwechselvorgänge der Zelle. Mit zunehmendem Alter sinkt naturgemäß der Wasseranteil im Körper. Dadurch verlangsamen sich viele Abläufe in den Zellen; Fette und anderer Stoffwechselmüll lagert sich im Bindegewebe ab.
Nur wenn dem Organismus genügend Kalium zur Verfügung steht, werden die Zellen ausreichend mit Wasser versorgt und bleiben lange straff und vital. Gleichzeitig sorgt Kalium dafür, daß überschüssiges, zwischen den Zellen eingelagertes Gewebewasser und darin gelöste „Schlacken“ ausgeschwemmt werden.

Neue Studien haben außerdem belegt, daß eine kaliumreiche Ernährung das Schlaganfallrisiko senkt.