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Botanik
Die Gerste (Hordeum vulgare L.) gehört zur Familie der Gräser (Gramineae). Man findet sie vor allem im gemäßigten Klima, in ihrer Verbreitung geht sie aber weiter nach Norden und Süden als z.B. der Roggen und gedeiht sowohl in den Subtropen als auch im Hochland. Es werden zwei Gerstenformen unterschieden, die zweizeiligen mit größeren Körnern und die mehrzeiligen mit 4–6 Zeilen meist kleinerer Körner. Viele Gerstensorten besitzen bei geringer Halmlänge überhängende Ähren und die Deckspelzen sind sehr lang begrannt. Die Grannen sind mit Widerhaken ausgestattet. Sie dienen zur natürlichen Verbreitung, indem sie im Fell von vorbeistreifenden Tieren hängenbleiben und so fortgetragen werden.

Geschichte
Von den bekannten Getreidesorten wie Weizen, Roggen, Gerste und Hafer stammt keine einzige ursprünglich aus Mitteleuropa. Das heißt, bevor die Menschen anfingen, Ackerbau zu treiben, waren sie hier nicht urheimisch. Bereits für die älteste Jungsteinzeit konnte aber neben Emmer und Einkorn auch die Gerste als Feldfrucht nachgewiesen werden. Sie scheint damit also unter den Getreidearten eine der ersten zu sein, die in Kultur genommen wurde. In Norddeutschland war Gerste während dieser Zeit stellenweise sogar das alleinige Getreide. Im Mittelalter wurde Roggen dann zur Hauptbrotfrucht, Gerste spielte jetzt im allgemeinen nur noch eine nachgeordnete Rolle. In klimatisch kühleren Gegenden behielt die Gerste allerdings ihre große Bedeutung.

Inhaltsstoffe
Reife Gerste enthält neben Kohlenhydraten, Proteinen, Mineralstoffen und Fasern auch ca. 1,8–2,3% Fett. Wird dieses Fett schonend aus der Gerste gewonnen so enthält es mehr Tocotrienole (Vitamin E) als jedes andere Öl.

Vitamin E
Vitamin E wird ausschließlich von Pflanzen gebildet. Derart natürlich vorkommendes Vitamin E besteht aus bis zu acht verschiedenen Verbindungen. Diese nennt man Tocopherole und Tocotrienole. Die Wirksamkeit der Verbindungen ist dabei unterschiedlich. Die natürlich vorkommenden Tocotrienole sind in ihrer antioxidativen Wirkung um ein vielfaches stärker als die Tocoperole. Laut zahlreicher Studien können sie das Immunsystem unterstützen und sogar vor Krebs schützen

Natürliches und synthetisches Vitamin E
Natürliches Vitamin E besitzt eine ausgesprochen komplexe Struktur, die von den chemischen Synthesemethoden nie exakt kopiert werden kann.

Unser Vitamin-E-Produkt beinhaltet ausschließlich natürliches Vitamin E mit seinem vollwertigen Verbund aus Tocopherolenund Tocotrienolen. Die amtliche Verordnung (NKV)bezieht sich in ihren Berechnungen nur auf das chemischleicht herzustellende D-alpha-Tocopherol und genehmigtlediglich diesbezügliche Kennzeichnungen. In unseren Produkten befindet sich aber weit mehr wertvollesVitamin E als das Amt gestattet auszuloben.

Die wichtigste Funktion, die das Vitamin E im menschlichen Körper übernimmt, ist der Schutz der ungesättigten Fettsäuren vor Oxidation, d.h. vor dem „Ranzig-“ werden. Werden Fettsäuren zum Beispiel durch oxidative Prozesse geschädigt, kann dies den Alterungsprozeß der Zellen beschleunigen. Besonders wichtig ist diese Schutzfunktion auch für die empfindlichenZellmembranen. Diese enthalten nämlich viele ungesättigte Fettsäuren, und mit geschädigten Membranen können sie ihre Aufgaben nicht mehr richtig erfüllen.